Aus dem Atelier
Ein Holzkunstwerk aufhängen: welcher Dübel für welche Wand
Massivholz hat Gewicht. Mit dem richtigen Dübel und einer Cleat hängt ein Werk von zehn Kilo so ruhig wie ein kleiner Rahmen.
Ein skulpturales Werk aus Massivholz wiegt mehr als ein gerahmter Druck. Wo ein Rahmen mit Glas bei rund zwei Kilo bleibt, erreicht dieselbe Größe in massiver Eiche oder Wengé schnell ein Vielfaches davon. Das verlangt eine Befestigung, die zur Wand passt, an der es hängt.
Hier steht, wie Sie in zwei Minuten bestimmen, welche Wand Sie haben, welcher Dübel dazu gehört, und warum jedem Werk aus dem Atelier eine French Cleat beiliegt.
Beginnen Sie bei der Wand
Klopfen Sie mit dem Knöchel auf die Stelle, an der das Werk hängen soll. Was Sie hören, sagt fast alles.
- Hohl und leicht im Klang: eine Gipskartonwand auf Holz- oder Metallständern. Häufig in Neubauten, Dachgeschossen und verkleideten Kaminzügen.
- Dumpf und massiv: Ziegel, Kalksandstein oder Beton. Der stärkste Untergrund, den es gibt.
- Weich, mit fast weißem Bohrmehl: Porenbeton. Fühlt sich massiv an, ist aber porös und braucht einen eigenen Dübel.
- Putz: eine Schicht von ein bis zwei Zentimetern über dem Mauerwerk. Diese Schicht trägt selbst nichts, der Dübel gehört also immer in den Stein dahinter.
Ziegel, Kalksandstein und Beton
Hier ist es einfach. Ein Nylondübel von 6 oder 8 Millimetern mit passender Schraube trägt ein Holzwerk mühelos. Bohren Sie mit Schlagfunktion, halten Sie den Bohrer rechtwinklig zur Wand und blasen Sie das Loch sauber, bevor Sie den Dübel einsetzen. Bei altem, weichem Ziegel wählen Sie lieber 8 Millimeter und bohren ohne Schlag, damit der Stein ganz bleibt.
Achtung bei Putz
Messen Sie die Dicke der Putzschicht am Bohrer und addieren Sie sie zur Länge des Dübels. Ein Dübel, der zur Hälfte im Putz steckt, arbeitet sich mit der Zeit los.
Gipskarton und Ständerwände
Zwei Wege, der erste ist mit Abstand der stärkste.
In den Ständer schrauben. Hinter der Platte sitzt alle vierzig bis sechzig Zentimeter ein Holz- oder Metallständer. Sie finden ihn mit einem Leitungssucher oder durch vorsichtiges Klopfen: Wo der Klang dumpf wird, sitzt ein Ständer. Eine Schraube, die dort greift, trägt das Werk, als hinge es an Massivholz.
Hohlraumdübel. Fällt kein Ständer auf die gewünschte Stelle, wählen Sie einen Kipp- oder Metallhohlraumdübel. Die Traglast steht auf der Verpackung und reicht bei üblichem Gipskarton von 12,5 Millimetern von etwa zehn bis fünfundzwanzig Kilo pro Stück. Verwenden Sie immer zwei, weit auseinander, damit jeder Punkt nur die Hälfte trägt.
Porenbeton
Verwenden Sie einen Dübel, der eigens für Porenbeton gemacht ist, mit grobem Gewinde, das sich im Material festsetzt. Bohren Sie hier ohne Schlagfunktion, sonst wird das Loch zu weit. Ein gewöhnlicher Nylondübel zieht sich aus Porenbeton mit der Zeit los.
Warum eine French Cleat beiliegt
Jedem Werk liegt eine French Cleat bei: zwei Leisten mit schrägem Schnitt, die ineinandergreifen. Die eine Hälfte sitzt bereits auf der Rückseite des Werks, die andere schrauben Sie an die Wand.
Dieses System leistet drei Dinge zugleich. Das Gewicht verteilt sich über die volle Breite des Werks statt über einen Punkt. Das Werk liegt plan an der Wand, was bei Relief wichtig ist, weil die Schatten dann stimmen. Und Sie können das Werk nach dem Aufhängen noch horizontal verschieben, sodass es exakt mittig über dem Sofa oder dem Kamin sitzt.
Setzen Sie die Wandleiste mit der Wasserwaage. Der Rest folgt von selbst.
Auf welcher Höhe
Museen hängen auf Augenhöhe, mit dem Herzen des Werks bei etwa 145 bis 150 Zentimetern. Das ist eine angenehme Richtlinie für eine leere Wand in Diele oder Flur.
Über einem Sofa oder Sideboard funktioniert ein anderes Maß besser. Halten Sie zwanzig bis fünfundzwanzig Zentimeter zwischen Rückenlehne und Unterkante des Werks, damit beide zusammengehören. Für die Breite gilt: Etwa zwei Drittel der Sofabreite wirken am ruhigsten.
Licht ist die halbe Arbeit
Ein skulpturales Werk lebt vom Schatten. Streiflicht von der Seite, aus einem Fenster oder von einem schräg auf die Wand gerichteten Spot, zeigt die Tiefe. Licht, das frontal darauf fällt, macht es flach. Drehen Sie einen Spot also lieber eine Vierteldrehung, statt ihn direkt auszurichten.
Was Ihrem Werk beiliegt
Jedes Werk verlässt das Atelier mit einer French Cleat, einem Echtheitszertifikat und einer transportsicheren Verpackung. Das genaue Gewicht Ihrer Größe und Holzart erfahren Sie vorab, damit der richtige Dübel im Haus ist, bevor das Werk ankommt.
Unsicher bei Ihrer Wand? Senden Sie ein Foto und die gewünschte Größe an das Atelier, und ich denke mit.
Jedes Werk wird im Atelier in Bussum von Hand entworfen und gefertigt.
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